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Unterschutzstellung Mehrzweckbauernhaus

Breitestrasse 4, Vers.-Nr. 428, Kat.-Nr. 1545, Breitestrasse 4, 8465 Wildensbuch

  1. Das Mehrzweckbauernhaus, Breitestrasse 4, Vers.-Nr. 428 auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1545, in Wildensbuch, ist ein kommunales Schutzobjekt im Sinne von § 203 lit. c des Planungs- und Baugesetzes (PBG), Im Sinne von § 205 lit. c PBG werden die unter Ziffer 2 aufgeführten Gebäudeteile unter Schutz gestellt.
  2. Schutzumfang
    2.1 Die volumetrische Erscheinung des bestehenden Gebäudes; vorzugsweise im Umfang des ursprünglichen Gebäudevolumens.
    2.2 Die weitgehend geschlossenen, mit gleichartigen Ziegeln (vorzugsweise mit Biberschwanzziegeln) gedeckten Dachflächen.
    2.3 die westseitige Giebelfassade als bis zum Dachfuss reichende massiv gemauerte und verputzte, weitgehend geschlossene Wand.
    2.4 Die mit einem Ziegelschirm, als sichtbare Fachwerkkonstruktion oder als einheitlich verputzte Wandfläche ausgeführte westseitige Fassade des Ökonomieteils.
    2.5 Die gestalterische und materialtechnische Differenzierung zwischen dem Wohnhaus- und dem Ökonomieteil.
    2.6 Die Fassadengestaltungen des Wohnhausteils süd-, ost- und nordseitig mit gemauerter und verputzter Sockelzone bis zur Decke über dem Erdgeschoss und den darüber bestehenden sichtbaren Fachwerken. Die Anordnung und Gestaltung der Fenster in allen Fassaden des Wohnhausteils und der Hauseingangstür mit der Aussentreppe südseitig.
    2.7 Die noch vorhandenen, primären Grundrissstrukturen aus der Zeit des Hausbaues.
    2.8 Die primären Konstruktionen der tragenden Binnenwände, der Geschossdecken und der Dachkonstruktion im Wohnhausteil.
    2.9 ein angemessener Freiraum süd- und ostseitig des Gebäudes.
  3. Veränderungsmöglichkeiten im Bereich des Ökonomieteils werden als möglich erachtet. Die charakteristischen Gestaltungsmerkmale des ursprünglichen Mehrzweckbauernhauses sind dabei zu respektieren.
  4. Die Liegenschaft, Vers.-Nr. 428, wird aus dem Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte und archäologischen Denkmäler von kommunaler Bedeutung entlassen.
  5. Der Beschluss des Gemeinderats, sowie das Gutachten von Johan Frei vom 13. November 2020 können während der Rekursfrist bei der Gemeindeverwaltung Trüllikon, Diessenhoferstrasse 11, 8466 Trüllikon, eingesehen werden.
  6. Rechtsmittel: Gegen den Beschluss kann innert 30 Tagen beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, Abt. 4, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Urteile des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen.

 

Trüllikon, 4. Januar 2021
Gemeinderat Trüllikon